22.06.2019 14:00 Uhr - Champions League - chs

"Nicht nachzuvollziehen": Thüringer HC kritisiert EHF nach Wildcard-Entscheidung

Maik SchenkMaik Schenk
Quelle: Mario Gentzel
Große Enttäuschung beim Thüringer HC nach der Ausbootung im Teilnehmerfeld der EHF Champions League. "Natürlich sind wir von der Entscheidung der EHF überrascht und enttäuscht. Wir haben uns schon Chancen ausgerechnet. Diese Entscheidung ist für uns so nicht nachvollziehbar", kommentiert Team-Manager Maik Schenk die Entscheidung des Kontinentalverbands.

Die EHF hatte am gestrigen Tage aus der Bundesliga nur der SG BBM Bietigheim einen Startplatz für die Gruppenphase der Champions League gegeben. Als Nicht-Meister ihres Landes dürfen nur Brest Bretagne (Frankreich), der CSM Bukarest (Rumänien) und der FTC Budapest (Ungarn) an den Start gehen. Auch der EHF-Pokalsieger Siofok KC aus Ungarn oder der dänische Vertreter Odense Haandbold scheiterten mit ihren Anfragen für ein Upgrade.

"Aus sportlicher Sicht haben wir uns im Pott für eine Nominierung gesehen. Wenn man sich die Setzliste der Teilnehmer der kommenden Saison anschaut, sind Mannschaften dabei, die sportlich nicht das Niveau aufbringen, welches der THC auf die Platte stellen kann und will", so Schenk weiter, der hinzugügt: "Wir hätten schon erwartet, dass die Verantwortlichen, die besten Mannschaften Europas aufstellen."

Auch der Sprung über die Qualifikation bleibt den Thüringerinnen, die in der vergangenen Spielzeit mit dem Sprung in die Hauptrunde ein sportliches Argument geliefert hatten, blieb dem THC versagt. "Als deutscher Vizemeister mit einer perfekten Saison und dem erkämpften DHB-Pokalsieger haben wir schon einen zweiten Startplatz für eine deutsche Mannschaft gerechnet. Die Kriterien, welche zum Ausschluss führten bzw. die für die Auswahl angewendet wurden, sind für uns nicht nachzuvollziehen", so Schenk abschließend.


Die Teilnehmer an der Saison 2019/20 - Grafik: EHF


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