02.09.2019 18:50 Uhr - DHB-Pokal - Sebastian Schmidt, Kirchhof, red

SG 09 Kirchhof nach Sieg gegen TVB Wuppertal im DHB-Pokal weiter

Iin der ersten Runde des DHB-Pokals schied Diana Sabljak angeschlagen aus, ehe Greta Kavaliauskaite nach der dritten Zeitstrafe wegbrach. Umso bemerkenswerter, dass die Gastgeberinnen im Duell der Handball-Zweitligisten souverän mit 32:28 gegen den TVB Wuppertal die Oberhand behielten.

"Unsere Mentalität ist einzigartig. Dieser Sieg ist ein ganz großer Entwicklungsschritt", lobte SG-Coach Christian Denk sein Team. Gleichwohl hatten die Ausfälle von Sabljak nach ihrem sechsten Treffer zum 16:13 (31.), bei dem sie auf ihre Gegenspielerin auflief und einen Schlag aufs rechte Knie kassierte, sowie von Kavaliuskaite eine heftige Konsequenz. Denn das war Kirchhofs Innenverteidigung.

Und da mit Anouk van de Wiel (Aufbautraining) und Sandra Szary (Bänderriss) zwei weitere Defensivspezialistinnen fehlen, hieß der Mittelblock in der Schlussphase Alena Breiding. "Meine erste Reaktion: Ach du Alarm, jetzt muss ich ran. Ich bin nun die Einzige, die das halbwegs gelernt hat", gab die 23-Jährige offen zu. Doch von Zweifel keine Spur. Im Gegenteil. Unterstützt von den Jana Schaffrick und Sina Ritter, die beide ein starkes Debüt feierten, und der glänzenden Torfrau Frederikke Siggaard hielt sie selbstbewusst dagegen. "Alena war hinten klasse und auch auch noch wichtige Tore geworfen", betont Coach Denk.

Fünf Versuche nahm sich Breiding, vier davon saßen.Bis zur 23. Minute (10:10) war es ein Kampf auf Augenhöhe. Mit technischen Fehlern und dem Überraschungsmoment aufseiten der Wuppertalerinnen. Denn die Gäste hatten kurzfristig die australische Ex-Nationalspielerin Sally Potocki von Erstligist Bayer Leverkusen verpflichtet. Die 30-Jährige war ein Aktivposten im Rückraum.

"Das war unsere einzige Chance. Wir mussten mit Blick auf viele angeschlagene Spielerinnen viel rotieren und waren von den Emotionen gut dabei", sagte TVB-Trainerin Dagmara Kowalska. Für Emotionen - und vor allem auch Paraden - sorgte auf der Gegenseite Frederikke Siggaard.

Das machte Mut, um angetrieben von den Ex-Vipers Sina Ritter und Mariel Beugels über 19:13 (33., Beugels) auf 27:19 (47., Ritter) zu enteilen. Der Rest war ein Charaktertest, den Kirchhof verjüngt bestand. Mit Eigengewächs Emilia Prauss feierte eine 16-Jährige ebenso ihre Premiere wie die nachverpflichtete Marie Borgolte. Die beidhändige Außen steuerte auch einen Treffer bei.