05.09.2019 14:38 Uhr - 1. Bundesliga - Andrea Müller, Flames HSG Bensheim/Auerbach

Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm im großen Interview: "Ich bin mit der Vorbereitung zufrieden"

Heike AhlgrimmHeike Ahlgrimm
Quelle: Andrea Müller, Flames
Die neue Saison der Handball Bundesliga Frauen (HBF) steht in den Startlöchern. Seit dem 08.07.2019 bereitet Coach Heike Ahlgrimm die Flames der HSG Bensheim/Auerbach intensiv auf die neue Saison vor. Für die Flames ist es die dritte Saison im Oberhaus. Wie bereits in den letzten Jahren führte Flames-Mitarbeiterin Andrea Müller kurz vor Saisonbeginn ein ausführliches Interview mit Heike Ahlgrimm über die Vorbereitung und die bevorstehende Saison.

Heike, die lange Vorbereitung befindet sich auf der Zielstrecke. Lieber Vorbereitung oder Spielbetrieb?

Heike Ahlgrimm:
(lacht) Jetzt spreche ich sicher auch für die Spielerinnen: lieber Spielbetrieb. Ich glaube, dass wir alle froh sind, dass die Vorbereitung bald zu Ende ist. Die Mädels haben super gearbeitet. Wir freuen uns aber jetzt, dass es endlich losgeht, weil es das ist, worauf du hinarbeitest und dich vorbereitest. Die Spiele sind halt das Besondere. Da siehst du, was herausgekommen ist und was es gebracht hat.

Wie ist die Vorbereitung bisher gelaufen?

Heike Ahlgrimm:
Ich bin mit der Vorbereitung zufrieden. Wir haben acht Neuzugänge, die wir integrieren mussten. Das hat wahnsinnig viel Spaß gemacht mit den Mädels. Sie haben alle mitgezogen und sie haben alle Bock. Wir sind gut vorangekommen und sind voll im Soll. Es gibt immer Höhen und Tiefen. Das ist klar. Die Belastung war teilweise sehr hoch, aber die Mädels haben super mitgemacht und da muss ich, Chapeau, meinen Hut ziehen, denn das hat mich als Trainerin selbst manchmal überrascht.

Du musst insgesamt acht Neuzugänge integrieren. Man hat von Anfang an gemerkt, dass die neuen Spielerinnen menschlich sehr gut zu den Flames passen und alle gut mitziehen. Wie passt es bisher aus deiner Sicht und hat dich jemand besonders überzeugt?

Heike Ahlgrimm:
Wir haben ein Team, das Spaß macht und alle haben, wie bereits gesagt, wirklich super mitgezogen. Alle haben Lust und Bock und ich glaube, dass wir eine gute Mischung und ein gesundes Team haben, weil wir wirklich tolle Charaktere dabei haben. Wir haben ein tolles Mannschaftsgefüge und wir sind als Team schon super zusammengewachsen. Von daher gehe ich davon aus, dass wir das auf die Platte bringen werden.

Kannst du uns kurz was zu den einzelnen Neuzugängen sagen? Was erwartest du von ihnen?



Heike Ahlgrimm:
Das ist immer schwierig zu sagen, weil das unterschiedliche Neuzugänge sind, auch mit unterschiedlichen Charakteren und unterschiedlichen Aufgaben.

Ich glaube, wir haben ein richtig gutes Linksaußengespann mit Elisa Stuttfeld und Christin Kühlborn. Elli ist aus Nellingen und eine ganz junge Spielerin, die gerade erst 20 geworden ist. Mit Christin haben wir ein Riesentalent, die den Schritt gewagt hat Kirchhof zu verlassen, wo sie ihr Leben lang, seit sie 1 ist, gespielt hat. Das sind zwei richtig gute Linksaußen, die sich freuen, sich zu entwickeln und sich auf die erste Liga freuen.

Wir haben natürlich mit Ines Ivancok eine gute Rückraumlinke bekommen. Ich bin absolut froh, dass Ines sich für uns entschieden hat. Da ist uns ein Glücksgriff gelungen. Sie ist ein Megatalent, die richtig will und alle Dinge aufsaugt und uns mit einfachen Toren auch helfen kann. Das ist das, was wir gesucht haben und dass sich eine österreichische Nationalspielerin für uns entscheidet und vom Deutschen Meister kommt, darauf kann Bensheim schon stolz sein. Ich bin sehr glücklich, dass sie hier ist.

In der Rückraummitte haben wir mit Julia Niewiadomska ein Nachwuchstalent, das wir ganz behutsam heranführen wollen. Sie soll Spielpraxis in der 2. Mannschaft sammeln. Sie bekommt die Chance bei uns mit zu trainieren und sich bei uns weiterzuentwickeln. Wir haben ein supertolles Kreisläufergespann mit Dionne Visser und Isabell Hurst. Dio ist jetzt Nationalspielerin geworden. Da muss man sich glücklich schätzen, dass wir rechtzeitig da waren. Sie bildet einen guten Part mit Isabell, die mit Elli und Julia Maidhof damals Jugendnationalmannschaft gespielt hat. Sie sind alle erst Jahrgang 1999. Dies zeigt schon, dass wir eine junge Truppe haben.

Mit Carol (Anm.: Carolline Dias Minto) ist erstmals eine Brasilianerin bei uns, die Zeit braucht und integriert werden muss. Da gibt es natürlich noch Probleme mit der Sprache und wir müssen das jetzt noch mit dem Visum rechtzeitig hinbekommen. Sie ist dann auch da, um Julia zu entlasten.

Auf Rechtsaußen haben wir ein ganz junges Talent mit Sarah Dekker, die mit der Niederlande gerade Vize-Europameisterin geworden ist bei den Juniorinnen. Sie wird in meinen Augen den gleichen Werdegang machen, wie Freddy (Anm.: Ex-Flamme Merel Freriks).

In der letzten Saison war der Klassenerhalt 2.0 das Saisonziel. Am Ende wurde es ein herausragender 9. Tabellenplatz. Welche Erwartungen setzt du in die kommende Saison? Was ist das Saisonziel?



Heike Ahlgrimm:
Das Saisonziel werden wir uns noch erarbeiten. Das haben wir noch etwas nach hinten geschoben. Wir wollten erstmal abwarten, wie die Saisonvorbereitung läuft und wie wir zusammenwachsen. Wir treffen uns da nächste Woche. Klar, der Tabellenplatz 9 war gut und natürlich liebäugelt man ein bisschen nach oben.

Aber das sind alles Sachen, die wir uns in Ruhe erarbeiten wollen. Ich möchte keinen Druck aufbauen bei einem jungen Team, denn das Team braucht Zeit. Zeit zu wachsen, Zeit sich zu etablieren und Zeit in der Bundesliga anzukommen. Sechs von unseren acht Neuzugängen haben noch nie in der 1. Liga gespielt. Die sind richtig gut, die haben alle Potential für die 1. Liga, aber da kann es natürlich auch nochmal hoch und runter gehen. Die Ziele werden wir dann kommunizieren, wenn es soweit ist.

Wie schätzt du die Stärke der Bundesliga 2019/2020 ein? Wer ist dein Meisterschaftsfavorit und wer spielt um den Abstieg?

Heike Ahlgrimm:
Das ist im Moment schwierig zu sagen, weil ganz viel passiert ist zur neuen Saison. Fast jede Mannschaft hat sich verstärkt oder aber viele Abgänge gehabt. Ein großer Umbruch ist bei den Meisten erfolgt. Bei Bad Wildungen, bei Neckarsulm und bei uns haben riesen Umbrüche stattgefunden.

Meisterschaftsfavoriten sind immer die beiden Verdächtigen. Bietigheim will es verteidigen, Thüringen will es holen. Ich glaube, dass dort oben noch Dortmund als Überraschungsmannschaft sein könnte, wenn sie es mal auf die Reihe kriegen.

Dann hast du das Mittelfeld mit den vier Mannschaften Buxtehude, Metzingen, Leverkusen und Blomberg. Dann kommt die nächste Gruppe. Es ist immer noch die 2-3 Klassengesellschaft, aber es ist in meinen Augen nicht mehr ganz so. Unten sind dann noch die Aufsteiger, die es jedes Jahr schwer haben. Neckarsulm, Oldenburg, Göppingen, da weiß man nicht, wie es ist. Da muss man schauen. Richtig zu sagen, der steigt ab, das ist immer schwer zu sagen.

Gibt es für dich in der kommenden Saison ein absolutes Highlight-Spiel?

Heike Ahlgrimm:
Ich glaube jedes Spiel bei uns zu Hause ist ein Highlight-Spiel. Jedes Spiel, wo wir Punkte holen können ist ein Highlight-Spiel und es gibt viele Hausaufgaben zu erledigen. Klar, Derbys gegen Ketsch und Mainz vor voller Halle und in der Nähe, das ist was Besonderes. Aber das sind auch gefährliche Spiele. Da müssen wir auch ehrlich sein. Nichtsdestotrotz bin ich von uns absolut überzeugt und bin total optimistisch. Aber ich habe auch andere Highlight-Spiele, die ich gewinnen möchte.

Wie ist denn der aktuelle Reha-Stand bei Simone Spur Petersen ist nach ihrer schweren Kreuzbandverletzung und wann ist frühestens mit einem Comeback zu rechnen?

Heike Ahlgrimm:
Beim Kreuzbandriss muss man immer Ruhe bewahren. Da muss man abwarten. Das geht immer hoch und runter. Es gibt gute Phasen und es gibt schlechte Phasen. Simone ist im Soll ist und wir werden ihr alle Zeit lassen. Wir haben von Anfang an kommuniziert, dass wir mit Simone Anfang nächsten Jahres, vielleicht Ende Dezember, rechnen. Das ist das Ziel. Ihr persönliches Ziel ist im Dezember gegen Oldenburg. Sie ist im Soll und auf einem guten Weg und wir werden sie da weiter unterstützen und ihr die notwendige Zeit lassen. Ich glaube, dass sie verstärkt wieder zurückkommen wird.

Wenn du beschreiben müsstest, was die Mannschaft und die Flames auszeichnet, was würdest du sagen?



Heike Ahlgrimm:
Das ist das, was wir in den letzten Jahren schon hatten. Wir sind eine Ausbildungsmannschaft. Wir sind eine Mannschaft mit Emotionen und die kämpferisch immer da ist. Eine Mannschaft, die Tempo spielt und die gut in der Abwehr steht. Dies ist auch so, wie ich die Mannschaft dieses Jahr beschreiben würde. Es ist ein junges, ehrgeiziges Team, stark in der Abwehr, mit Tempo nach vorne und die dieses Jahr überraschen wird. Das ist das, was ich denke.

Lass uns über deine Handball-Philosophie sprechen: du warst selbst eine sehr gute Abwehrspielerin und betonst daher immer wieder die Bedeutung von der Abwehr und liebst das schnelle Spiel nach vorne, also den Gegenstoß. Ist das die Basis deines Spielsystems?

Heike Ahlgrimm:
Zur Philosophie habe ich ja eben schon was gesagt. Wir legen viel Wert auf eine gute Abwehr und wir haben ein neues Deckungssystem mit dazu genommen. Wir werden es irgendwann ausprobieren, ob es auch funktioniert, so dass man verschiedene Varianten hat. Aus einer guten Abwehr kann man relativ viel erreichen. Nichtsdestotrotz haben wir jetzt im Angriff durch Ines und Carol Spielerinnen bekommen, die uns das Angriffsspiel variantenreicher und auch ein bisschen einfacher machen. Das ist das, was wir auch brauchen.

Nicht nur Merel Freriks (Niederlande) und Bogna Sobiech (Polen) haben letzte Saison den Sprung in die A-Nationalmannschaft geschafft, sondern auch Julia Maidhof wurde im Mai in die Deutsche A-Nationalmannschaft berufen. Dies spricht für die gute Weiterentwicklung und die großen Spielanteile bei den Flames. Ist es nicht ärgerlich, wenn die Spielerinnen dann zu finanzkräftigeren Vereinen wechseln, wie jetzt z.B. bei "Boggi" und "Merel" zum BVB?

Heike Ahlgrimm:
Das wird immer wieder so sein. Ich glaube, Bensheim ist eine Ausbildungsmannschaft. Das habe ich ja vorhin schon gesagt. Bensheim wird das auch weiter so bleiben, was ich gar nicht so schlimm finde. Ich glaube, dass Bensheim stolz darauf sein kann, dass wir schon viele bekannte Namen hatten.

Auch eine Kim Naidzinavicius, eine Antje Lauenroth usw. kommen von hier. Natürlich sind wir stolz, dass sich eine Julia Maidhof bei uns entwickeln kann, dass eine Merel Freriks oder eine Boggi jetzt so stark sind. Es ärgert einen manchmal, dass sie gehen. Aber so ist der Lauf der Zeit und so ist es und damit beschäftige ich mich jetzt nicht. Ich gucke nach dem hier und jetzt.

Wir haben ein tolles Team. Wir haben richtig gute neue ehrgeizige Leute und ich glaube, dass auch von den Neuzugängen der ein oder andere in den nächsten Jahren den nächsten Schritt gehen und natürlich für andere Vereine interessant werden wird. Aber das kann uns nur weiter bekräftigen, dass wir den richtigen Weg finden und da weitermachen.

Eigentlich sollten doch gerade auch diese drei ein Argument sein, dass man sich auch bei einem kleineren Verein durch die vielen Spielanteile für höhere Aufgaben und die Nationalmannschaft empfehlen kann. Trotzdem wechseln viele junge Spielerinnen eher zu den größeren Vereinen und setzen sich dort auf die Bank. Kannst du das nachvollziehen?

Heike Ahlgrimm:
Ich habe ja schon immer gesagt, dass meine Devise ist, dass die Mädels spielen müssen. Für mich reicht nur ein gutes Training und viel Training und Training mit guten Spielerinnen nicht aus, sondern für mich entwickelt man sich im Spiel, weil man da ganz andere Entscheidungen treffen muss, als im Training. Da muss man mal ein Spiel leiten, da muss man mit Niederlagen klar kommen, mit bestimmten Situationen, die den Sieg oder die Niederlage entscheiden.

Von daher bin ich immer dafür, dass die jungen Leute immer einen Schritt nach dem anderen gehen und sich auch Zeit lassen sollen und nicht gleich zu großen Clubs gehen. Aber jeder ist für sich selbst verantwortlich. Ich arbeite gerne mit jungen Leuten und ich gebe ihnen hier die Chance und ich glaube, jeder weiß, dass ich meine Chance bekomme, wenn ich nach Bensheim gehe und Spielpraxis sammle. Ich denke, dass wir an der Mannschaft in den letzten Jahren gesehen haben, dass zum Beispiel eine Merel Freriks oder Julia Maidhof sich auch in kleinen Vereinen wahnsinnig gut weiterentwickeln können.

Ihr setzt diese Saison ja verstärkt auf junge Spielerinnen. Julia Niewiadomska zum Beispiel gehört diese Saison zum Erstligakader und ist erst 17 Jahre alt. Wie weit ist sie schon und wer könnte noch den Sprung in die Bundesligamannschaft schaffen?

Heike Ahlgrimm:
Sie ist ein Riesentalent. Sie ist letztes Jahr hier in die Akademie gekommen und hatte ein schweres Jahr. Mit 16 Jahren kommst du nach Deutschland und dann noch die Sprache, aber sie wird bei uns jetzt den nächsten Schritt machen. Sie wird bei uns hereinschnuppern und ein bisschen mehr im Training dabei sein. Sie wird im Anschlusskader sein und ihre Chance kriegen.

Aber das liegt auch immer etwas an den Mädels selber, wie man arbeitet usw. Sie ist ein Riesentalent, was man weiter fördern muss. Nichtsdestotrotz wird sie überwiegend 2. Mannschaft spielen und A-Jugend-Bundesliga und dort Spielpraxis sammeln. Aber sie kann bei uns lernen und es gibt auch noch andere Spielerinnen im Verein, die die Möglichkeit bekommen und die uns immer helfen. Dazu gehören eine Nina Rädge oder eine Rugile Bartaseviciene, die immer für uns da sind. Da muss man auch mal "Danke" sagen. Sie kommen, wenn wir sie brauchen und freuen sich und geben im Training Gas und helfen uns, damit wir genügend Leute im Training sind.

Letztes Jahr haben sie schon zwei Spiele gemacht und waren jetzt in der Vorbereitung mit dabei. Aber es gibt auch noch andere im Verein, die man auf dem Radar hat. Das macht man Schritt für Schritt. Ich werde es dieses Jahr wieder so machen, dass ich viele junge Mädels zu mir ins Training hole. Da sind jetzt noch paar mehr dabei, so dass jetzt eigentlich in jedem Training immer eins, zwei mit dabei sind, reinschnuppern und uns helfen können. Von daher hat jeder die Möglichkeit dabei zu sein, reinzuschnuppern und sich im Training bei uns weiterzuentwickeln.

Reden wir über den Liga-Auftakt. Für die Flames kommt es gleich am ersten Spieltag zum Derby gegen Ketsch und eine Woche später geht es nach Dortmund, die sich enorm verstärkt haben mit vielen internationalen Spielerinnen, aber auch mit den beiden ehemaligen Flammen Bogna Sobiech und Merel Freriks. Ein Auftaktsieg gegen den Aufsteiger ist ja fast schon pflicht, aber es ist ein Derby ...

Heike Ahlgrimm:
Dies ist ein Megaauftakt mit dem Derby gegen Ketsch. Eine volle Halle, das wird richtig geil. Ich freue mich total drauf. Natürlich stehen wir da unter Druck, weil ich glaube, dass das ein Spiel ist, wo man gewinnen muss. Aber was kann es besseres geben, als einen tollen Auftakt vor voller Halle? Wir werden alles dafür tun und werden uns gut darauf vorbereiten. Das macht man nicht nebenbei. Das ist ganz klar. Der Aufsteiger hat nichts zu verlieren, die werden befreit aufspielen, aber ich bin völlig von meinen Mädels überzeugt, dass die das meistern werden.

Eine Woche später dann in Dortmund. Darauf bin ich diese Saison total gespannt. Da treffen wir erstmals auf die ehemaligen Spielerinnen, die jetzt dort spielen und wir haben gegen Dortmund bisher immer gut gespielt. Auf der anderen Seite muss man aber dieses Jahr sehen, dass sie einen neuen Trainer haben und mit der Mannschaft, die sie jetzt haben und den Ansprüchen unter die Top3 zu kommen, könnten sie sogar die Überraschungsmannschaft um den Deutschen Meistertitel sein.

Wir haben in den letzten Jahren bewiesen, dass wir uns vor niemanden verstecken müssen. Daher fahren wir auch nicht nach Dortmund und schenken denen die Punkte, sondern ich fahre nach Dortmund und sage ?wenn ihr sie haben wollt, dann müsst ihr sie euch erkämpfen?. Da gibt es auch keine Geschenke für Boggi oder für Freddy. Vielleicht machen sie uns ja ein Geschenk.

Inwiefern bist du zufrieden mit dem Stand, den die Mannschaft im Moment hat? Welche Baustellen siehst du noch vor dem Saisonstart?

Heike Ahlgrimm:
Baustellen gibt es immer. Wir haben gut trainiert und wir haben im Trainingslager gut trainiert. Wir hatten ein Trainingswochenende dieses Jahr, was wir die letzten Jahre nicht hatten. Wir hatten die letzten Jahre immer noch ein Turnier mehr. Dafür hatten wir jetzt eben ein intensives Training, wo wir uns auf uns konzentriert hatten und etwas Zeit hatten.

Wir haben viele taktische Dinge besprochen, denn wenn ich acht Neuzugänge habe, dann muss ich natürlich viel über unsere Ausrichtung sprechen. Sie müssen wissen, was spielen wir im Angriff, wer läuft wohin oder wie spielen wir in der Abwehr.

Ich glaube, dass wir schon sehr weit sind und wir haben in der Vorbereitung wirklich Achtungserfolge erzielt und teilweise überrascht. Nichtsdestotrotz, wenn der Startschuss zur Saison fällt, dann wird das alles vergessen. Da musst du dann das richtige abrufen. Aber mir ist überhaupt nicht bange. Ich bin voller Vorfreude und voller Glauben an die Mannschaft, so dass ich da sehr positiv in die Zukunft schaue.

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