15.09.2019 14:45 Uhr - 1. Bundesliga - PM Kurpfalz Bären, red

Kurpfalz Bären schlagen sich tapfer gegen Metzingen

Simone Spur Petersen und Metzingen setzten sich in Ketsch bei den Kurpfalz Bären durchSimone Spur Petersen und Metzingen setzten sich in Ketsch bei den Kurpfalz Bären durch
Quelle: Daniel Glaser, Kurpfalz Bären
Mehr als 700 Zuschauer sahen in der Ketscher Neurotthalle ein über weite Strecken sehr attraktives und äußerst faires Handballspiel, in dem der Gast aus Schwaben von Anfang an ein höllisches Tempo vorlegte. Die Kurpfalz Bären versuchten dagegenzu halten, mussten sich nach einem frühen 4:10 und einem 10:18 zur Pause aber am Ende mit 24:35 geschlagen geben.

Nach der unerwarteten Heimniederlage gegen Blomberg-Lippe am vergangenen Mittwoch waren die Tussies mit einigem Groll nach Ketsch gereist. Gestützt auf eine überragende Matida Kohorst im Tor, die in der ersten Halbzeit gleich fünf zentrale Chancen vom Wurfkreis zunichtemachte, brillierte das Gäste-Team von Edina Rott insbesondere im schnellen Umschaltspiel.

Die ehemals für Ketsch spielende Nationalspielerin Marlene Zapf zeigte dabei von Rechtsaußen ihre ganze Klasse und verwandelte ihre Würfe aus spitzem Winkel souverän. Beste Spielerin war mit Simone Petersen der Neuzugang aus Dänemark. Die 22-jährige Spielmacherin begeisterte mit ihren kreativen Aktionen, konsequenten Würfen, zahlreichen tollen Anspielen und war nie vollständig in den Griff zu bekommen.

Nach einem schnellen 4:10 in der ersten Viertelstunde legten die Bären dann die anfängliche Nervosität ab und zwangen die Gäste zu einem offenen Schlagabtausch - bei dem Ketsch allerdings einige Möglichkeiten ausließ, so dass der Abstand nach und nach weiter anwuchs. Kate Schneider dirigierte in aller Ruhe von außen, und auf dem Spielfeld zeigten insbesondere Samira Brand auf der Rückraummitte und Lena Feiniler am Kreis, dass sie auch in der ersten Liga Akzente setzen können.

Samira Brand und Lena Feiniler beeindruckten bei den Bären. In der zweiten Halbzeit gelang es vor allem Carmen Moser, Rebecca Engelhardt, Lara Eckhardt und Sina Michels mit mutigen Aktionen dafür zu sorgen, dass der Rückstand erträglich blieb. Auffällig bei Metzingen waren gerade in der Schlussphase die Youngsters, wobei die erst 15-jährige Rebecca Rott ihre beiden ersten Bundesligatore erzielen konnte.

"Wir haben heute gegen einen starken Gegner beweisen können, dass wir mit einem nie erlahmenden Kampfgeist auch in der ersten Liga mithalten können. Um die ersten Punkte zu holen, werden wir aber unsere gut herausgespielten Torchancen besser nutzen müssen", so das Fazit von Bären-Trainerin Kate Schneider in der Pressekonferenz.

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