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24.02.2020 14:28 Uhr - 2. Bundesliga - Ralf Ohm, SG und PM SGH2Ku

Kirchhof verpasst es sich abzusetzen - H2Ku nimmt am Ende die Punkte mit

Diana Sabljak und die SG 09 Kirchhof mussten sich am Ende knapp geschlagen gebenDiana Sabljak und die SG 09 Kirchhof mussten sich am Ende knapp geschlagen geben
Quelle: SG 09 Kirchhof
Kirchhofs Höhenflug unter dem neuen Trainer Gernot Weiss wurde beim 28:29 gegen Herrenberg jäh gestoppt. Am Ende kassierte der heimische Handball-Zweitligist die Quittung für zahlreiche vergebene Chancen in der ersten Hälfte. "In der finalen Phase haben wir einen kühlen Kopf bewahrt, das war ausschlaggebend", analysierte H2Ku-Coach Mike Leibssle unterdessen nach dem Auswärtserfolg.

Manche Sünden bestraft der Handballgott sofort, andere 40 Minuten später. Als die SG 09 Kirchhof sich so richtig freigespielt hatte und auf 11:7 (20.) davon gezogen war, schien gegen die SG H2Ku Herrenberg der erhoffte Befreiungsschlag im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga möglich. Zumal den Gästen gegen die 6:0-Deckung der Nordhessen in dieser Phase überhaupt nichts mehr einfiel: Der zuletzt so hochgelobte Rückraum abgemeldet und die Abschlüsse der Außen eine sichere Beute von Nela Zuzic.

Doch plötzlich blieben deren Paraden unveredelt. Die SG vergab zwei Tempogegenstöße, Sina Ritter und Jana Schaffrick scheiterten an Torfrau Waldenmeier - vertan die Chance, sich abzusetzen. Und eine Einladung für die "Kuties" bis zur Pause auf 13:12 heranzukommen. "Konnte das gut gehen?" unkten nicht wenige Kirchhofer Fans vor der zweiten Halbzeit. Es ging nicht gut. Beim 28:29 kassierten die Gastgeberinnen die erste Niederlage unter Trainer Weiss.

"Die Dinger mussten rein", ärgerte sich Linksaußen Ritter über die vergebenen Möglichkeiten. Natürlich nicht der einzige Grund für diesen Rückschlag. "Uns fehlte nach dem Wechsel die Kompaktheit in der Deckung", kritisierte Gernot Weiss. Hatte aber auch Verständnis dafür, "dass wir von den Gegnern immer besser gelesen werden."

Denn: So nach und nach gelang es den Herrenbergerinnen, die gegnerische Deckung zu entzaubern. Zwar blieb die eigene Aufbaureihe blass, sorgte aber immerhin für genug Druck, um Räume in der Nahwurfzone zu schaffen. Davon profitierten Kreisläuferin Stefanie Schöneberg und Linksaußen Anka Bissel, die ihr Team auf die Siegerstraße warfen.

Nach zwei von Diana Sabljak verwandelten Siebenmetern zum 18:15 (37.) sah es danach noch nicht aus. Allerdings war der Kirchhofer Positionsangriff allzu sehr auf seine Top-Torjägerin ausgelegt und daher auch ausrechenbar. "Ihr fehlte heute die Unterstützung", bekannte der SG-Coach.

Erst in der Schlussphase taute die eingewechselte Greta Kavaliauskaite auf - zu spät, um noch für die Wende der Wende sorgen zu können. Die Gäste hatten sich mittlerweile auch dank mehrfacher Überzahl über 20:21 (46.) auf 23:26 (53.) absetzen können und trotzten der Kirchhofer Aufholjagd. Die blieb unvollendet, weil Kerstin Foth 31 Sekunden vor Schluss ihren dritten Siebenmeter sicher zum Vorentscheidenden 27:29 verwandelte.

"Wir sind glücklich", freute sich Leibssle über die zwei Punkte in der Fremde, "damit haben wir uns Luft verschafft." Durch den achten Sieg der Saison stehen die Kuties auf einem komfortableren neunten Platz. "Nach dem guten Start haben wir uns zu viele technische Fehler und überhastete Abschlüsse geleistet, das hat Kirchhof direkt in schnelle Tore umgemünzt", kritisierte Leibssle die Anfangsphase und führte mit Blick auf den sich anschließenden Schlagabtausch und die Führung in den letzten Minuten aus: "Dann waren wir auch clever genug, diesen Vorsprung nicht mehr aus der Hand zu geben. Wir haben lange Angriffe gefahren und die Zeit sehr gut verwaltet."



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