12.08.2020 11:40 Uhr - 2. Bundesliga - Freie Presse Zwickau, PM BSV, red

BSV Sachsen Zwickau sichert sich Linkshänderin aus Island

Diana Dögg MagnusdottirDiana Dögg Magnusdottir
Quelle: BSV Sachsen Zwickau
Mit der Verpflichtung von Diana Dögg Magnusdottir hat der Zwickauer Handball-Zweitligist seine Kaderplanungen abgeschlossen. Die 22-Jährige will in Westsachsen nicht nur sportlich hoch hinaus.

Dass ihre erste Auslandsstation in Deutschland sein soll, das stand für Diana Dögg Magnusdottir schon lange fest. Zwar hatte die isländische Nationalspielerin auch Angebote von Vereinen aus Schweden, Dänemark und Norwegen. Am Ende aber wurde es Zwickau. "Ich wollte unbedingt nach Deutschland. Die USA wären zwar auch schön gewesen, aber dort gibt es keinen Handball", erzählt die 22-Jährige der Freien Presse Zwickau.

Ihre neue sportliche Heimat hat Magnusdottir mit einem besonderen Blick für ihre berufliche Zukunft ausgewählt: Nach ihrem Bachelorabschluss in Maschinenbau und BWL will sie ihren Master gern in Luft- und Raumfahrttechnik machen. Zum Beispiel an der TU Dresden wäre das machbar. Wohin es nach dem Handball einmal gehen könnte, das weiß die Isländerin auch schon: "Die Nasa wäre ein Traum."

Bis es so weit ist, arbeitet die 22-Jährige neben dem Sport zunächst einmal bei der Cefeg GmbH in Chemnitz. Deren Geschäftsführer Hans-Georg Reichel ist schon lange mit dem Handball verbunden, seine Tochter Denise spielte selbst zwei Jahre beim BSV. "Nur mit so einem Netzwerk funktioniert unsere Arbeit. Für uns ist es sehr wichtig, den Spielerinnen eine berufliche Perspektive bieten zu können", sagt BSV-Trainer und -Geschäftsführer Norman Rentsch.

Dass Diana Dögg Magnusdottir sehr gut zu seinem Unternehmen passt, das merkte Reichel schnell: "Ihr Lebenslauf ist so perfekt und lückenlos, da lag es nahe, dass wir uns kennenlernen. Es hat dann vielleicht eine halbe Stunde gedauert, bis alles klar war." Zu Gute kommt der 22-Jährigen beruflich und sportlich, dass sie schon in der Schule Deutsch gelernt hat. Zwar beantwortete sie die Fragen bei ihrer offiziellen Vorstellung lieber noch auf Englisch. "Ich kann es hoffentlich bald auch wieder besser sprechen", so Magnusdottir.

Eingeplant ist sie beim BSV im rechten Rückraum. Dort soll sie künftig einen guten Gegenpart zu Katarina Pavlovic bilden. "Diana ist ein anderer Typ und eine sehr kreative Spielerin. Mit ihrer enormen Übersicht und Passsicherheit gibt sie unserem Kader noch einmal mehr Breite", so Norman Rentsch, der sein Team für die neue Saison nun komplett hat. An der Verpflichtung der ersten Isländerin in Diensten des BSV arbeitete der Verein seit Mai. Am Ende gab es sogar noch Unterstützung vom Fanclub, der dabei half, die Wohnung in Marienthal einzurichten.

Ursprünglich stammt Diana Dögg Magnusdottir von der Insel Vestmannaeyjar, die vor der Südküste Islands liegt. Dort spielte sie in der Jugend auch Fußball und schaffte es sogar in die U-17-Nationalmannschaft ihres Heimatlandes. "Auf Vestmannaeyjar leben nur rund 4300 Menschen. Die Handballhalle war hinter meinem Elternhaus, zum Fußballplatz waren es von dort nur ein paar Minuten. Da konnte man schnell von einem Training zum anderen gehen", erzählt die 22-Jährige.

2018 wechselte sie von ihrem Heimatverein zum isländischen Topklub Valur Reykjavik, mit dem sie 2019 Meistertitel und Pokalsieg feiern konnte. Nun geht die jüngste von vier Schwestern den Weg nach Deutschland. Ihr erster Eindruck von Zwickau ist positiv: "Ich kannte die Stadt vorher überhaupt nicht und finde es schön, dass alles nicht so groß ist. Es ist auch schön warm hier, das gibt es so nicht in Island."

Instagram-Posting von Diana Dögg Magnusdottir








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