20.09.2020 12:56 Uhr - 2. Bundesliga - PM TG, red

TG Nürtingen kommt in Berlin unter die Räder

Die Spreefüxxe Berlin feiern einen Kantersieg über die TG Nürtingen.Die Spreefüxxe Berlin feiern einen Kantersieg über die TG Nürtingen.
Quelle: Spreefüxxe Berlin
Reichlich konsterniert wirkte die TG Nürtingen am späten Samstagabend nach Spielschluss in der Sporthalle Charlottenburg. Nur ein Drittel der Spielzeit konnte die Turngemeinde gegen die Spreefüxxe Berlin mithalten. Dann aber präsentierte sich die die TGN völlig von der Rolle und geriet schließlich mit 36:20 unter die Räder.

"Ich bin völlig enttäuscht," gestand niedergeschlagen Ausra Fridrikas nach Spielende und gab sich einigermaßen ratlos angesichts der Vorstellung der TG Nürtingen in Berlin. "Wir haben nichts von dem gezeigt was wir trainiert und eingeübt haben und außerdem fehlten mir Ehrgeiz und Leidenschaft," machte die Trainerin der TGN als Grund für das soeben erlebte Debakel aus.

"Dabei hatte Berlin ziemlich großen Respekt vor uns", rätselte Ausra Fridrikas über die Ursache für den zaghaften Auftritt ihrer Mannschaft. Zwanzig Minuten lang zeigte sich die TG Nürtingen auf Augenhöhe mit den Gastgeberinnen. Berlin gelang es zwar immer wieder die Abwehrreihen der TGN zu durchbrechen, jedoch zog die Turngemeinde immer wieder nach und lag beim 12:8 (20.) durch Berlins Tolic noch aussichtsreich im Rennen.

In den folgenden zehn Minuten brachen sämtliche Dämme in der Defensive der TG Nürtingen und auch im Angriff lief nicht mehr viel zusammen. Immer wieder scheiterten Wurfversuche der TGN am gut aufgestellten Abwehrblock der Spreefüxxe.

Fridrikas versuchte mit einem Torhüterwechsel das Blatt noch einmal zu wenden. Trotz vielfacher Paraden von Hesel gelang es aber nicht den Faden wieder zu finden. Da auch Sofie Svarrer Hansen im Tor der Füchse Berlin eine famose Vorstellung zeigte, wuchs der Vorsprung der Gastgeberinnen bis zum Pausenpfiff auf 21:10 an.

Weder Spielerinnenwechsel noch Auszeiten konnten dem Sturmlauf Berlins Einhalt gebieten. Mit 36:20 kam die TG Nürtingen böse unter die Räder. "Uns bleibt jetzt nur noch das alles wegzustecken und uns mit gutem Training und neuer Motivation auf das Heimspiel gegen Leipzig vorzubereiten," blickte Fridrikas auf das kommende Wochenende voraus und fügte noch an, "dass einige Spielerinnen noch viel mehr Potential hätten, als sie im Moment noch zeigen, das ich aber sehr gerne weiterentwickeln würde."

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