25.10.2020 13:50 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

HSG Freiburg hat bei HC Rödertal die "Schwächen offen gelegt"

Pavlina Novotna im Duell mit Freiburgs AbwehrPavlina Novotna im Duell mit Freiburgs Abwehr
Quelle: Heiko Nühse, HCR
Für die Rödertalbienen setzte sich der Negativtrend auch im dritten Heimspiel der Saison fort. Gegen die "Red Sparrows" aus Freiburg verloren sie erneut deutlich mit 19:29 (7:12).

Cheftrainer Karsten Schneider musste seinen Kader auf ein paar Positionen umstellen. Kristýna Neubergová verletzte sich unter der Woche. Isabel Wolff, Victoria Hasselbusch und Anna Frankova fehlten krankheitsbedingt. Dafür durften Luisa Lucas und Nachwuchstalent Marlene Böttcher (2 Tore) auf der Bienenbank Platz nehmen. Außerdem kehrte Lara Steglich in den Kader zurück.

Der HC Rödertal hatte zwar Anwurf, kam in der Anfangsphase aber überhaupt nicht in die Spur. Dann fand Ann-Catrin Höbbel (4/1 Tore) mit ihrem Pass Jasmin Eckart (3 Tore). Die Kreisläuferin netzte unbedrängt zum 1:3 ein. Der HCR leistete sich in der Vorwärtsbewegung jedoch viel zu viele Fehler. Dadurch wurden die Breisgauerinnen zu Kontern eingeladen. Die HSG nahm die Geschenke dankend an und hatte sich nach zehn Minuten bereits auf sieben Tore (1:8) abgesetzt.

Den 220 Zuschauern im Bienenstock schwante bereits Böses, der Drei-Tore-Lauf zum 5:10 (21.) war nur ein Zwischenhoch. Als Pollakowski den nächsten Siebenmeter zum 7:11 verwandelte, waren die Rödertalbienen plötzlich wieder in Schlagdistanz. Bis zum Pausenpfiff traf aber nur noch Nadine Czok (8/2 Tore) für die HSG Freiburg zum 7:12-Zwischenstand.

Wiggenhauser: "Erste Halbzeit war fast perfekt gespielt"




"Die erste Halbzeit war fast perfekt gespielt. Wir hatten eine sehr starke Abwehr und einen grandiosen Start! Gegen Ende der ersten Halbzeit haben wir es vielleicht sogar fast verpasst, den Sack zu zu machen", so Freiburgs Coach Ralf Wiggenhasuer nach der Partie.

Die Gastgeberinnen erwischten nach dem Seitenwechsel einen guten Start, nach Böttchers 8:12 keimte bei den HCR-Fans noch einmal Hoffnung auf. Die HSG antwortete jedoch mit zwei Treffern. Und auch wenn die Sächsinnen durchaus sehenswerte Spielzüge auf das Parkett brachten, reichte es nicht, um aufzuholen.

In der Folge leistete sich die Schneider-Sieben bei eigenem Angriff wieder haarsträubende Fehler und verlor völlig den Faden. Auch in der Abwehr waren die Bienen meist einen Schritt zu spät. So setzte sich die HSG bis zur 49. Minute auf elf Tore (12:23) ab, ehe Ronge und Novotna noch einmal verkürzten.

Der HCR setzte nun noch einmal alles auf eine Karte und stellte auf eine offensive Abwehr um. Durch einfache Ballverluste in der Vorwärtsbewegung setzten sich die Gäste aber auf 14:25 ab und auch der letzte Funke Hoffnung bei den Fans war nun erloschen. Da die Freiburgerinnen in den Schlussminuten in der Deckung einen Gang zurückschalteten, entwickelte sich noch einmal ein offener Schlagabtausch.

Allerdings waren die Lücken in der offensiven Deckung der Bienen zu groß, sodass die "Red Sparrows" immer wieder eine Antwort fanden. Das letzte Tor der Partie zum 19:29-Endstand gehörte Höbbel, die in den letzten vier Minuten gleich drei ihrer Treffer erzielte.

"Die HSG Freiburg hat unsere Schwächen heute offen gelegt. Das Ergebnis spricht für sich. Wir haben im Angriff viel zu viele Fehler gemacht. Den jungen Spielerinnen mache ich keinen Vorwurf. Sie haben ihre Sache gut gemacht", so das Fazit von Rödertals Co-Trainer Frank Hein.

"Viel besser hätte man sich das nicht wünschen können. Wir sind froh, dass wir die zwei Punkte mitnehmen können. Das war wirklich ein klasse Spiel! Es freut mich riesig für die Mannschaft, die jede Woche herausragend trainiert und alles reinhängt!", freute sich Wiggenhauser über seine Red Sparrows.

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