05.11.2020 10:33 Uhr - EHF European League - jha

TuS Metzingen tritt nicht gegen Kuban Krasnodar an

Die TUSSIES Metzingen werden nicht gegen Kuban Krasnodar antreten. Die TUSSIES Metzingen werden nicht gegen Kuban Krasnodar antreten.
Quelle: TuS Metzingen
Die Frauen-Mannschaft der TuS Metzingen hat nach langen Überlegungen auf eine Austragung der European League gegen den russischen Vertreter Kuban Krasnodar verzichtet. Hintergrund der Entscheidung sind die neuen Corona-Maßnahmen seitens der Bundesregierung und ein aus Sicht der Verantwortlichen zu hohes Risiko, das mit einer Reise nach Russland verbunden gewesen wäre.

"Die Gesundheit und die Sicherheit der Spielerinnen haben für mich oberste Priorität. Mir tut es leid für die Mannschaft", lässt sich Geschäftsführer Ferenc Rott zitieren.

Gemeinsam mit Behörden und der Europäischen Handball Föderation hatte man in den vergangenen Tagen versucht, die neuen von der Regierung auferlegten Reise- und Quarantänebestimmungen bezüglich der Covid-19 Pandemie umzusetzen.

Da die Umsetzung allerdings noch unklar ist, eine Entscheidung aber getroffen werden musste, entschied man sich kein Risiko einzugehen und die Spiele abzusagen. Da allerdings von russischen Behörden keine Einschränkungen vorlagen, wurde Kuban Krasnodar vom Verband automatisch für die nächste Runde gesetzt.

Ein ähnliches "Schicksal" ereilte auch die norwegischen Vertreter Byasen Trondheim und Molde HK, welche ihre Spiele gegen Perla Lublin (Polen) und Astrachan (Russland) ebenfalls absagten. Perla Lublin und Astrachan sind beide ebenfalls damit für die nächste Runde gesetzt.

"Die Spiele nicht austragen können, schmerzt natürlich, aber es ist auch absolut nachvollziehbar. Mir tut es leid für die Mannschaft, wir haben die Situation bereits intern besprochen und werden den Fokus auf die Bundesliga und den Pokal legen. Wir sind froh, dass wir in Deutschland noch das Privileg haben, spielen zu dürfen und hoffen, dass das auch weiterhin so bleibt.", so Ferenc Rott.