27.11.2020 18:34 Uhr - 2. Bundesliga - red

"An guten Tagen auch mit Teams von oben mithalten": Drei Fragen an Dominik Schlechter

Dominik SchlechterDominik Schlechter
Quelle: TVB Wuppertal
Kurz vor der EM-Pause ist knapp ein Drittel der Saison ist in der 2.Frauenhandball-Bundesliga absolviert, wobei das Tabellenbild durch diverse Spielverlegungen noch etwas verzerrt ist. Der TVB Wuppertal hat nach einem durchaus anspruchsvollen Auftaktprogramm 4 Pluspunkte auf dem Konto. Die Siege gegen Nord-Harrislee und Rödertal waren dabei sicherlich Pflichtsiege für die Handballgirls, um den angestrebten Klassenerhalt zu realisieren. Nun stand TVB-Trainer Dominik Schlechter im Kurzinterview Rede und Antwort.

Dominik, die Handballgirls liegen aktuell auf Platz 9 der Tabelle, und damit knapp vor den Abstiegsrängen. Wie zufrieden bist du mit dem bisherigen Abschneiden deiner Mannschaft?

Dominik Schlechter:
Ich denke, dass wir nach einem zu erwartenden schwierigen Start in die Saison zuletzt die beiden Spiele gewonnen haben, die wir in unserer Situation auch gewinnen mussten. Mit vier Punkten kann ich insofern leben, wobei wir uns gerne gegen Sachsen-Zwickau oder Waiblingen mit "Bonuspunkten" belohnt hätten, die sich die Mannschaft an den Tagen auch verdient gehabt hätte.

Zufrieden bin ich vor allem damit, dass wir nur ganz wenig richtig schlechte Halbzeiten hatten, in denen wir mit unserem Gegner nicht konkurrenzfähig waren. Das waren eigentlich nur jeweils eine Halbzeit in Herrenberg und eine in Nürtingen, wobei man hier auch die Qualität des Gegners anerkennen muss.

In der Tabelle liegt alles noch sehr eng beieinander. Wie schätzt du die Liga in dieser Saison ein? Hat sich schon ein Team für die 1.Bundesliga empfohlen?

Dominik Schlechter:
Es zeichnen sich sicher gewisse Tendenzen ab. Für mich ist entscheidend, dass wir schon gesehen haben, dass man an guten Tagen auch mit Teams von "oben" mithalten kann. Unten werden es am Ende wahrscheinlich 5-7 Mannschaften sein, die die Abstiegsränge unter sich ausmachen.

Hat sich für deine Arbeit als Trainer des TVB in der momentanen Krisen-Situation etwas spürbar geändert?

Dominik Schlechter:
Es gibt keinen Bereich, in dem wir so weit sind, dass wir sagen "Damit sind wir zufrieden, so wollen wir spielen". Aber das war zu diesem Zeitpunkt auch nicht zu erwarten. Die Mädels haben es geschafft, dass wir mit einem komplett neu aufgestellten Kader sofort konkurrenzfähig waren und sind. Das ist absolut positiv.

Und nun müssen wir unser Gerüst Stück für Stück weiter aufbauen, dabei aber auch eben manchmal pragmatische Entscheidungen treffen, um die notwendigen Punkte zu holen. Von dem Handball, den ich mir für den TV Beyeröhde-Wuppertal vorstelle, sind wir noch weit entfernt.