02.12.2020 17:51 Uhr - Europameisterschaft - PM EHF

So will die EHF die Europameisterschaft Corona-sicher gestalten

EHF-Präsident Michael Wiederer hofft auf eine möglichst komplikationsfreie Europameisterschaft.EHF-Präsident Michael Wiederer hofft auf eine möglichst komplikationsfreie Europameisterschaft.
Quelle: EHF
Tests, Social Distancing, tägliches Temperatur-Messen: Die EHF plant eine Reihe von Hygienemaßnahmen, um die Europameisterschaft möglichst infektionsfrei über die Bühne zu bringen. Jede Spielerin, die positiv getestet wird, muss sofort in Quarantäne. Das Kernkonzept ist die aus anderen Sportarten bekannte Blase, in der sich alle Turnierteilnehmer bewegen werden.

Damit einher geht die Regelung, dass alle Spieler, Offizielle, Medienvertreter und Fans, die am Turnier an den dänischen Austragungsorten Herning und Kolding teilnehmen, sich an strenge Hygieneprotokolle halten müssen, die die EHF zur Verringerung des Infektionsrisikos während der Covid-19-Pandemie festgelegt hat. Das Programm begann mit Tests, die zwei Wochen im Voraus in dreitägigen Abständen durchgeführt wurden, wobei sich einige der teilnehmenden Teams für eine Selbstisolierung entschieden haben. Mindestens alle 72 Stunden sollen alle Teilnehmer getestet werden - und zwar über den gesamten Turnierzeitraum vom 3 bis zum 20. Dezember.

Vor der Reise nach Dänemark mussten alle Delegationen und die EHF-Offiziellen einen negativen Corona-Test vorlegen. Wer positiv getestet wird, kommt sofort in Einzel-Quarantäne in einem separaten Hotel. Wer Kontakt hatte, muss einen negativen Test vorlegen, bevor er wieder am Turnierbetrieb teilnehmen kann.

Um die Kontakte soweit wie möglich zu beschränken, wurden so genannte Bubble-Zones errichtet. Wer in der roten Zone ist, dazu gehören die Spielerinnen, darf keinen Kontakt zu irgendjemandem außerhalb dieser Zone haben. Alle, die in der roten Zone sind, werden in den ersten fünf Tagen täglich getestet. "Die Mannschaften werden in einer komplett isolierten Blase leben", schreibt die EHF in einer Pressemitteilung, "und keinen Zugang zu der Außenwelt haben". Konkret bedeutet das: drei Wochen lang spielt sich das Leben im Hotel und der Halle ab. Medienvertreter haben nur über digitale Kanäle Zugang zu den Spielerinnen.

"Noch nie dagewesene Zeiten erfordern noch nie dagewesene Maßnahmen. Um sicherzustellen, dass ein sicheres und gesundes Turnier stattfinden kann, hat unser Organisationsteam - zusammen mit der Unterstützung der dänischen Behörden - nichts unversucht gelassen, um die Sicherheit aller, von den Spielern bis hin zu den Bodenwischern, zu gewährleisten. Unser Ziel ist es, ein sicheres Umfeld zu schaffen, in dem die Athleten entspannt und ohne Einschränkungen auftreten können", sagt EHF-Präsident Michael Wiederer.

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