18.01.2021 12:54 Uhr - 2. Bundesliga - PM Berlin, Kreiszeitung Böblingen, red

Spreefüxxe mit klarem Sieg im Topspiel gegen SG H2Ku Herrenberg

10/6 Tore: Leona Svirakova 10/6 Tore: Leona Svirakova
Quelle: Andreas Huss, Spreefüxxe
Die Füchse Berlin haben das Spitzenspiel der 2. Handball Bundesliga Frauen für sich entschieden und die SG H2Ku Herrenberg mit 32:22 (14:10) für sich entschieden. Erfolgreichste Schützin des Spiels war Leona Svirakova mit 10/6 Toren. "Wir waren schlichtweg nicht da", haderte Kuties-Trainer Mike Leibssle mit der Leistung seiner Schützlinge. "Ohne Frage hat Berlin dieses Spiel verdient gewonnen, doch wir haben mit unseren Fehlern einen großen Teil dazu beigetragen."

Gerade mal einen Punkt trennten die Teams vor Spielbeginn in der Tabelle. Die Spreefüxxe legten zu Beginn furios los. Den Grundstein legte die gute Abwehr, mit einer starken Torhüterin Sofie Svarrer Hansen.

Nach sieben Minuten war Herrenberg, beim Spielstand von 4:0 für die Spreefüxxe, bereits gezwungen die erste Auszeit des Spiels zu nehmen. Trainer Mike Leibssle gefiel augenscheinlich garnicht was er sah, so dauerte es bis zur neunten Minute, bis der erste Treffer der Gäste zum 5:1 erzielt werden konnte.

Die Spreefüxxe verloren innerhalb der ersten Halbzeit etwas den Rhythmus. Nach 20 gespielten Minuten, mussten die Spreefüxxe den Ausgleich zum 8:8 hinnehmen und Susann Müller war ihrerseits zur Auszeit gezwungen. Diese sorgte dafür, dass man sich bis zur Pause einen Vorsprung von vier Toren herausarbeiten konnte, Tina Wagenlader erzielte mit dem Pausenpfiff die Vier-Tore-Führung zum 14:10.

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Die zweite Halbzeit begann wie die erste, denn die Spreefüxxe kamen mit einem ungeheuerem Tempo aus der Kabine und zogen den Gästen direkt den Zahn. Mit einem 3:0-Lauf erhöhte man auf 17:10. Vor allem die insgesamt sechsmal erfolreiche Kapitänin Vesna Tolic war mit ihren starken Würfen aus dem Rückraum treffsicher. "Da war wirklich alles dabei - Fehlwürfe, ungenaue Pässe, in den Kreis getreten", zählte Leibssle ein paar Situationen auf.

Als seine Mannschaft in der 40. Minute beim 12:22 erstmals mit zehn Toren im Rückstand lag, stellte der Coach seine Abwehr um und agierte fortwährend mit einer offensiveren Deckung. "Doch auch davon hat sich Berlin nicht beeindrucken lassen, das Ganze sehr souverän runtergespielt", so der Reutlinger. Und mit traurigem Unterton: "Es ist sehr schade, denn ich bin mir sicher, dass wir eine reelle Chance gehabt hätten, wenn wir unser volles Leistungspotenzial abgerufen hätten." Zu seinem Leidwesen blieben seine Kuties auch in den Schlussminuten in Summe zu fehlerbehaftet, somit stand am Ende eines gebrauchten Tages eine deutliche 22:32-Niederlage auf der Anzeigetafel.

An der Tabellensituation hat sich für die Herrenbergerinnen dadurch jedoch nichts geändert. Denn durch den zeitgleichen 27:28-Ausrutscher des BSV Sachsen Zwickau in Lintfort bleibt die SG weiterhin auf Rang drei. "Wir müssen dieses Spiel schnell abhaken", so Mike Leibssle. Und schon wieder kämpferisch: "Es ist überhaupt erst unsere zweite Niederlage in dieser Saison. Wir haben uns ordentlich was erarbeitet, das haben wir uns auch mit diesem Ergebnis nicht kaputtgemacht."