28.01.2021 15:38 Uhr - 1. Bundesliga - PM TuS, red

"Leider verlief bisher nicht alles nach Plan": Marija Obradovic von der TuS Metzingen gibt ein Verletzung-Update

Marija Obradovic (mit Ball) arbeitet an ihrem Comeback.Marija Obradovic (mit Ball) arbeitet an ihrem Comeback.
Quelle: Tobias Baur, TuS
Vor fast genau einem Jahr riss sich Marija Obradovic von der TuS Metzingen im Training das Kreuzband. In den letzten zwölf Monaten hatte die Rückraum-Linke mit einigen Rückschlägen zu kämpfen, dabei aber nie aufgegeben alles für Ihr Comeback zu geben. Über ihren aktuellen Zustand gibt sie im Interview ein Update.

Hallo Marija, Deine Mannschaft eilt aktuell von Sieg zu Sieg, du kannst leider immer noch nicht mitwirken, wie steht es denn um dein Knie und deine Comeback-Pläne?

Marija Obradovic:
Einerseits freue mich sehr, dass mein Team so erfolgreich ist, andererseits bin ich natürlich traurig, dass ich zum Zuschauen verdammt bin. Aktuell befinde ich mich immer noch in der Reha, mein Knie braucht einfach Zeit und leider verlief bisher nicht alles nach Plan. Dennoch sind die Ärzte und ich optimistisch, dass ich im März wieder mit dem Handballtraining anfangen kann. Nach nun einem Jahr kann ich sagen, dass ich mich besser fühle und sicher bin, dass ich es zurück auf das Handballfeld schaffe. Das Aufbautraining verläuft gut und ich kann es kaum erwarten wieder Teil des Teams zu sein!

Zwölf Monate fehlst du nun leider schon, was hat dazu geführt, dass es solange bei Dir dauert?



Marija Obradovic:
Ich hatte zwei sehr große und komplizierte Operationen innerhalb einer kurzen Zeit. Danach war ich jeweils lange Zeit auf den Krücken, musste immer ganz vorsichtig mit dem Aufbautraining anfangen. Mein Knie brauchte einfach Zeit, was es auch für mich nicht einfach gemacht hat. Jetzt möchte ich sichergehen, dass das Knie zu 100% gesund ist!

Das klingt wirklich nach einer sehr harten Phase für Dich, die für Leute, die das nicht durchgemacht haben, vermutlich kaum nachvollziehbar ist?

Marija Obradovic:
Ja das war eine wirklich sehr harte Zeit für mich. Es war mehr wie ein Schock, denn ich war auf all das nicht vorbereitet. Natürlich hatte ich auch einige schlechte Tage, an denen meine Motivation in den Keller ging. Manchmal erkennt man Tage oder Wochen keinen Fortschritt und fängt an zu zweifeln. Dennoch habe ich nie aufgegeben und immer weiter für mein Comeback gekämpft.

Ich hatte natürlich tolle Unterstützung von meiner Familie, der Mannschaft, den Trainern, Physios und Betreuern. Insgesamt hatte ich viele positive Menschen um mich, die mir geholfen haben. In der Reha habe ich auch andere Sportler mit schweren Verletzungen getroffen, mit denen ich mich ausgetauscht habe. All das hat mir geholfen, als Mensch zu wachsen und die Geduld aufzubringen durch diese Zeit zu kommen.

Wie sehen den aktuell Deine Tage aus? Bist Du auch regelmäßig bei der Mannschaft oder trainierst Du nur für Dich?



Marija Obradovic:
Aktuell bin ich jeden Tag fünf Stunden in der VFB-Reha-Welt in Stuttgart. Zusätzlich bin ich auch täglich in der Halle bei der Mannschaft. Dort habe ich mit den ersten handballbezogenen Übungen angefangen. Immer mit der Hoffnung, dass ich mich jeden Tag etwas steigern kann.

Jeden Tag Reha-Training, das ist für eine Mannschaftssportlerin sicherlich eine besondere Herausforderung?

Marija Obradovic:
Die Reha ist wirklich sehr herausfordernd. Das können nur Menschen verstehen, die das ebenfalls durchgemacht haben. Du fängst wirklich bei null an und den einzigen Gegenspieler den du hast, bist du selbst und den musst du jeden Tag besiegen. Zum Glück habe ich mit Frank Haile einen Trainer mit sehr viel Erfahrung im Profisportbereich. Er gestaltet das Training immer so, dass ich auch Spaß habe und es mir leichter fällt mich zu motivieren. Bei mir hat er sehr oft Bälle mit ins Training integriert, was für mich direkt immer eine ganz andere Dynamik ausgelöst hat.

Das können wir sehr gut nachvollziehen, dann wünschen wir Dir auf jeden Fall von Herzen, dass du sehr bald mit deinem Team und einem Ball in der Hand wieder auf dem Feld stehen kannst.

Marija Obradovic:
Dankeschön, das wünsche ich mir natürlich auch. Ich freue mich sehr die Siege mit der Mannschaft zu bejubeln und die Freude wird noch größer sein, wenn ich auch aktiv wieder etwas dazu beitragen kann.

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