31.01.2021 13:53 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

VfL Oldenburg gewinnt trotz "Wackler" beim SV Union Halle-Neustadt

Marie Steffen im Duell mit Lea Gruber und Sophie LütkeMarie Steffen im Duell mit Lea Gruber und Sophie Lütke
Quelle: Michael Vogel, SVUH
Achter Saisonsieg: Mit einem 22:20 (11:7) im Nachholspiel beim SV Union Halle-Neustadt haben die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg die Hinrunde mit einem Erfolg abgeschlossen. Einmal mehr überzeugten die Huntestädterinnen dabei mit einer starken Defensivleistung - und behielten auch in einer spannenden Schlussphase die Oberhand. Mit dem Sieg festigte Oldenburg den zehnten Tabellenplatz (16:16 Punkte). Neben Anica Gudelj im Tor der Hallenserinnen war Helene Mikkelsen mit 5 Toren die erfolgreichste Spielerin bei den Wildcats. Lisa- Marie Fragge und Lana Teiken waren mit jeweils 4 Treffen am besten im Team der Gäste.

Als die Schlusssirene ertönte, rissen die Oldenburgerinnen erleichtert die Arme in die Höhe und fielen im Mittelkreis um den Hals: "Auswärtssieg, Auswärtssieg." Nach einer Partie mit Höhen und Tiefen verließ die Mannschaft von Trainer Niels Bötel als Sieger das Feld - zum achten Mal in dieser Saison.

Der Grund für die 16 Punkte, die der VfL in dieser Spielzeit schon gesammelt hat, war für den Coach nach Spielende schnell ausgemacht. "Unsere Abwehrleistung ist schon die gesamte Saison überragend. Egal wer kommt, alle Spielerinnen hauen sich rein", lobte Bötel - nur um mit Blick auf das Halle-Spiel anzufügen: "Wir haben gewackelt, aber das wichtige ist, dass wir solche Spiele am Ende erfolgreich bestreiten."

Bereits im Vorfeld wiesen beide Vereine daraufhin, dass man hinter einigen Spielerinnen noch Fragezeichen machen muss, ob ein Einsatz möglich ist. Bei den Wildcats waren es Marija Gudelj und Cecilie Woller, die zum Zuschauen verbannt waren. Das Risiko eine größere Verletzung sich zuzuziehen, war bei beiden Spielerinnen vorhanden und daher ordnete man eine Pause an.

Für Oldenburg startete die Partie denkbar ungünstig. Bereits nach drei Minuten musste der VfL den ersten Rückschlag hinnehmen. Nach einem Zweikampf am Kreis blieb Luisa Knippert verletzt liegen, konnte nur mit Unterstützung das Spielfeld verlassen. Immerhin: Ihre Mitspielerinnen konnten sich in einer zerfahrenen ersten Halbzeit, die von technischen Fehlern auf beiden Seiten geprägt war, bis zum Seitenwechsel einen 11:7-Vorsprung herausspielen.

Grund dafür war wieder einmal, dass das Bötel-Team in der Defensive aggressiv und konzentriert verteidigte und die Gastgeberinnen somit kaum zur Entfaltung kommen ließ. Ähnlich sah es bei Siebenmetern der Wildcats aus. Nele Reese brachte Halle mit ihren Paraden nach dem Seitenwechsel zwischenzeitlich an den Rand der Verzweiflung.



"Nele war mit ihren vier gehaltenen Siebenmetern wirklich stark", erhielt sie dafür nach dem Spiel ein Lob von ihrem Coach. Für eine Vorentscheidung konnten sie damit aber nicht sorgen. Stattdessen unterliefen in der Vorwärtsbewegung Mitte des zweiten Durchgangs zu viele Fehler, die Wildcats kamen auf ein Tor heran (13:14/45.).

Ohne in Hektik zu verfallen, baute die Bötel-Sieben den Vorsprung wieder auf fünf Tore aus (20:15/52.) - gewonnen war die Partie aber noch nicht. "Wir haben am Ende zu viele Gegentore über den Kreis bekommen und die freien Chancen vorne nicht verwertet", ärgerte sich Bötel.

"Dann wird es am Ende vielleicht nicht noch einmal so eng." Doch in der Schlussphase schmolz die Führung erneut, 50 Sekunden vor dem Ende - Halle agierte nun in einer offenen Manndeckung - erzielten die Wildcats das 20:21. Doch Marie Steffen sorgte mit ihrem Tor zum 22:20 für die Entscheidung - und einen gelungenen Hinrundenabschluss.

"Ich und meine Mannschaft haben uns gut auf Oldenburg eingestellt und wir haben es ihnen im Angriff auch nicht leicht gemacht. Wir sind aber wieder daran gescheitert, dass wir daraus kein Profit erzielt haben. Wir sind zu wenig in unser Tempospiel gekommen und haben den ein oder anderen technischen Fehler zu viel gemacht. Demzufolge sind wir heute wieder an unseren eigenen Fehlern gescheitert", so Halles Trainer Jan-Henning Himborn.

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