05.02.2021 15:12 Uhr - 1. Bundesliga - PM OLD, red

Maike Schirmer kehrt zum VfL Oldenburg zurück

Maike SchirmerMaike Schirmer
Quelle: Dieter Lange, BSV
Der VfL Oldenburg freut sich auf eine Rückkehrerin: Maike Schirmer wird ab der kommenden Saison wieder für den niedersächsischen Handball-Bundesligisten auflaufen. Damit folgt die Außenspielerin auf Jenny Behrend, die den VfL Oldenburg zum Saisonende verlässt. Für Schirmer ist es - nach 2008 bis 2016 - das zweite Engagement an der Hunte. Sie unterschreibt einen Zweijahresvertrag.

Zwei DHB-Pokalsiege, die Teilnahme am internationalen Wettbewerb und die vielen gemeinsamen Reisen durch Deutschland und Europa. Wenn Maike Schirmer an ihre Zeit beim VfL Oldenburg zurückdenkt, sind ihr die vielen sportlichen Momente wieder vor Augen. Beim VfL wurde sie zur Bundesligaspielerin, schaffte den Sprung in die Nationalmannschaft. Mit ihrer Rückkehr schließt sich für die mittlerweile 30-Jährige ein Kreis.

"Es ist schön zurückzukehren", sagt Maike Schirmer. "Ich verbinde nur Positives mit Oldenburg, habe hier so viel Zeit verbracht und sportlich wie privat viel erlebt. Noch heute habe ich hier viele Freunde." Von ihnen ist sie derzeit aber mehr als 1.000 Kilometer entfernt. Im Sommer wechselte die Linkshänderin nach vier Jahren beim Buxtehuder SV zu Toulon Saint-Cyr Var Handball in die französische Liga. "Ich wollte noch einmal etwas Neues ausprobieren, wollte nach zwölf Jahren in der Bundesliga eine andere Liga kennenlernen", verrät sie.

Zum ersten Mal in ihrer Karriere habe sie die Möglichkeit gehabt, sich als Profi nur auf den Handball zu konzentrieren. "Ich bin ein sehr trainingsfleißiger Mensch und hatte dafür sonst zu wenig Zeit. Es hat mich gereizt, das als Profi einmal zu erleben."

Nach einem Jahr an der Côte d"Azur möchte sie ihre Zelte nun wieder abbrechen - und die Option, ihren Vertrag, um ein Jahr zu verlängern, ausschlagen. "Ich habe zwar meine Spielanteile, habe mich so langsam an Sprache und Mentalität gewöhnt. Aber mir fehlt die Arbeit, ich bin nicht richtig ausgelastet", so Schirmer. Dazu käme die Corona-Pandemie, die ein Sozialleben kaum möglich machen.



Wie passend, dass der Kontakt nach Oldenburg seit ihrem Weggang 2016 nicht abgerissen ist. "Ich habe in dieser Saison fast alle Spiele im Livestream gesehen. Das Team hat sich zu damals komplett verändert, nur noch Julia Renner, mit der ich gut befreundet bin, ist geblieben", sagt Schirmer, die das Handballspielen im schleswig-holsteinischen Hartenholm begann.

"Das Oldenburger Konzept und die junge Truppe haben es mir angetan. Die Mädels strahlen aus, dass sie richtig Lust auf Handballspielen haben und es einen super Teamgeist gibt."

Auch in Oldenburg ist die Vorfreude auf die Rückkehrerin groß. "Ich freue mich extrem darauf, dass wir mit Maike eine Spielerin bekommen, die sich in der Bundesliga auskennt. Sie ist ein super Ersatz für Jenny und wird uns mit ihrer Erfahrung sicherlich weiterhelfen", glaubt Niels Bötel. "Ich bin überzeugt, dass sie den jüngeren Spielerinnen zeigen kann, was alles möglich ist."

Ähnlich sieht es Maike Schirmer. "Ich weiß, wie es in der Bundesliga abläuft, davon können die Mädels mit Sicherheit profitieren." Wenn die Mannschaft in der Rückrunde so weitermachen würden, glaubt die 30-Jährige, dass in der kommenden Spielzeit ein Platz im gesicherten Tabellenmittelfeld möglich ist. "Niels macht echt gute Arbeit, die Mädels entwickeln sich super. Vielleicht kann man ja auch den einen oder anderen "Großen" schlagen."

Bis sie mit dem VfL auf Punktejagd geht, liegt der Fokus aber auf Toulon. "Wir haben in der Hinrunde noch zwei Spiele in denen sich entscheiden wird, ob wir danach in den Playoffs oder Playdowns spielen. Wir müssen beide Begegnungen gewinnen, um es unter die besten acht Teams der Liga zu schaffen", erzählt die Außenspielerin. Wenn die Saison beendet ist, wird sich bei Maike Schirmer aber wieder alles um den VfL Oldenburg drehen. So wie von 2008 bis 2016. "Back to the roots" eben.

04.02.2021 - Von Oldenburg nach Bietigheim: Deutsche Nationalspielerin Jenny Behrend wechselt zur SG BBM