07.02.2021 15:38 Uhr - EHF European League - PM THC, dpa

Starker Thüringer HC mit Niederlage und Sieg gegen Storhamar

12 Tore: Arwen Rühl12 Tore: Arwen Rühl
Quelle: Marco Wolf
Dank einer eindrucksvollen Vorstellung haben die Handballerinnen des Thüringer HC das zweite European-League-Duell gegen Storhamar Handball Elite für sich entschieden. 22 Stunden nach der 30:32-Niederlage im ersten Vergleich setzte sich das Team von Trainer Herbert Müller am Sonntagmittag mit 41:36 (18:15) gegen die Spitzenmannschaft aus dem Europameisterinnen-Land Norwegen durch. Mit jeweils zwölf Treffern avancierten Arwen Rühl und Emma Ekenman Fernis zu den besten Werferinnen beim THC, der im dritten Spiel den ersten Sieg in der Gruppenphase feierte. Beste Werferinnen der Skandinavierinnen waren Maja Jakobsen und Emilie Margarethe Hovden mit jeweils acht Treffern.

"Wir hatten uns gestern schon entschieden, heute der Jugend eine Chance zu geben. Arwen Rühl war die Spieler des Tages. Sie hat in der Anfangsphase wichtige Tore geschossen. Was das 18-jährige Mädel über 60 Minuten geleistet hat, ist schon fantastisch. Und ich will gleich Laura Kuske hervorheben, die speziell in der ersten Hälfte für uns wichtige Bälle geholt hat", freute sich THC-Chefcoach Herbert Müller.

Die Gäste erwischten zwar den besseren Start, doch Mitte der ersten Halbzeit kam die Offensive der Thüringerinnen ins Rollen. Laura Kuske verhinderte mit tollen Paraden die deutlichere Führung der Storhamar HE und gestaltete das Spiel weiterhin offen. Mit einem 10:2-Lauf verwandelten sie einen 7:11-Rückstand in eine 17:13-Führung.

Nach einem furiosen Start in die zweite Hälfte mit fünf Treffern in nur drei Minuten führte der THC bereits beruhigend mit 23:16. Storhamar mobilisierte dann noch einmal alle Kräfte, doch der Erfolg der enorm spielfreudigen Gastgeberinnen geriet zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.

Auch am Samstag hatte sich der THC nach einer ausgeglichenen, hart umkämpften ersten Hälfte zwischenzeitlich bis auf 21:16 (37. Minute) abgesetzt, ehe Storhamer immer mehr Durchschlagskraft im Angriff entwickelte. In der Schlussphase kippte die Partie dann endgültig, weil die Norwegerinnen die größeren Kraftreserven besaßen.

"Ich bin stolz auf die Mannschaft, wie beide Spiele absolviert wurden, wenn man so was innerhalb eines Tages mit nur einer Besprechung schafft, die Nerven zu bewahren. Heute war Geduld gefragt und diese Geduld haben wir ausgespielt. 41 geworfene Tore sprechen eine deutliche Sprache. Es war ein gutes Wochenende und ein verdienter Sieg heute.", so Herbert Müller.

Thüringer HC (GER): Laura Kuske, Marie Skurtveit Davidsen, Petra Blazek;
Emma Ekenman-Fernis 12, Beate Scheffknecht 4, Asli Iskit 2, Ina Großmann, Arwen Rühl 12, Kerstin Kündig , Jolina Huhnstock, Nina Neidhart 3, Marketa Jerabkova 7, Josefine Huber 1

Storhamar HE (NOR): Stine Liden, Tonje Haug Lerstad;
Andrea Landas Gabrielsen, Susanne Liberg Amundsen, Lone Sandvik, Elise Skinnehaugen 1, Ellen Marie Folkvord 2, Maja Jakobsen 8, Selma Brodal, Tonje Enkerud 4, Cassandra Tollbring 3, Sara Ronningen 1, Moa Amanda Fredriksson, Ann Grete Norgaard 4, Emilie Margrethe Hovden 8, Guro Nestaker 5

Siebenmeter: 6/7 ; 4/4
Strafminuten: 4/0
Disqualifikation: Beate Scheffknecht (59:41)
Schiedsrichter: Malgorzata Lidacka/Urszula Lesiak (POL)
EHF-Delegierter: Beat Nagel (SUI)