11.02.2021 10:50 Uhr - 1. Bundesliga - PM THC, red

"In der zweiten Halbzeit sind wir zusammengebrochen" - Mainz 05 kassiert Klatsche beim Thüringer HC

FSV-Trainer Florian Bauer hatte mit seinem Team gegen den THC keine Chance.FSV-Trainer Florian Bauer hatte mit seinem Team gegen den THC keine Chance.
Quelle: Handball Mainz 05
Mit einem 38:18 (15:10)-Kantersieg löste der Thüringer HC die Bundesliga-Aufgabe in eigener Halle gegen den 1. FSV Mainz 05 souverän. Nach einer schwächeren ersten Halbzeit drückten die Gastgeberinnen den Meenzer Dynamites in der zweiten Spielhälfte ihr Spiel auf. Die Gäste hatten in den letzten 20 Spielminuten dem Tempo nur wenig entgegenzusetzen. Beste THC-Werferin war mit neun Toren Marketa Jerabkova. Elisa Burkholder traf für die Gäste vier Mal ins Tor der Thüringerinnen.

Beide Teams mit Startschwierigkeiten im ersten Angriff, Marketa Jerabkova scheiterte an Nina Kolundzic, den Gästen stand der Pfosten im Weg. Nach einem vergebenen Strafwurf traf Emma Ekenman-Fernis im Nachwurf zur Führung.

Nach sieben Minuten hatten die Gastgeberinnen mit 5:2 vorgelegt. Davon gingen zwei Tore auf das Konto von Arwen Rühl, die bereits am letzten Sonntag ein super Spiel gezeigt hat. Der THC fand jetzt besseren Zugriff gegen den Mainzerinnen. Petra Blazek hielt ihr Tor mit guten Paraden sauber.

Die Dynamites kämpften darum, den Anschluss zu halten, scheiterten jedoch von der Strafwurflinie und hatten von den Außenbahnen Pech.In der 17. Minute griff Florian Bauer zur grünen Karte, sein Team lag mit 9:3 zurück.

Den Ausfall von Josefine Huber, Chefin in der Abwehr, kompensierten die THC-Frauen bisher recht gut, am Kreis übernahmen Beate Scheffknecht und Jolina Huhnstock. Trotz der Führung tat sich der THC im Abschluss schwer und ließ zu viele Chancen liegen. In die Schlussphase ging es mit einer 10:7-Führung.



Die Unkonzentriertheiten in der Abwehr nutzten die Meenzer Dynamites und mit jeder sich bietenden Chance hielten die Gäste bis fünf Minuten vor dem Pausenpfiff den Abstand bei drei Toren. Der THC drückte aufs Tempo und spielte mit der siebten Feldspielerin. Zwei Sekunden vor dem Halbzeitende das Foul gegen die Mainzer Mannschaft, den Strafwurf verwandelte Jolie Jakobs zum Pausenstand von 15:10.

Die zweite Halbzeit begann, wie die Erste aufgehört hatte. Bei beiden Mannschaften schlichen ein technischer Fehler nach dem anderen ein. Der Angriff stotterte bei beiden und es wurden klare Torchancen vergeben. Zudem griffen die Gäste in der Abwehr beherzter zu und Nina Kolundzic parierte einfachste Bälle auf ihr Tor.

Der THC fing sich schnell wieder und setzte sich nun Tor um Tor ab. Wieder war es Florian Bauer, der die erste Auszeit in der zweiten Spielhälfte nahm. Von der Strafwurflinie traf Marketa Jerabkova zur ersten Zehntoreführung - 24:14. Das hohe Tempo in dieser Phase verfehlte bei den Gästen ihre Wirkung nicht. Sie konnten die angreifenden Thüringerinnen oftmals nur noch mit Fouls stoppen.

Mitte der zweiten Halbzeit baute Marketa Jerabkova mit einem verwandelten Siebenmeter die Führung auf 27:14 aus. Jetzt hatten die Thüringer Handballdamen die Dynamites endgültig im Griff und vergrößerten den Abstand (29:14, 49. Minute). Eine Minute später legte Herbert Müller die Grüne Karte und bat seine Damen zum Gespräch.



Für die letzten zehn Spielminuten wechselte Herbert Müller mit Laura Kuske, die dritte Torfrau ein, die sofort mit tollen Paraden glänzte. Jolina Huhnstock erzielte in der 52. Minute ihren ersten Treffer in der Handball-Bundesliga.

Sechs Minuten vor dem Spielende verwandelte Natalie Adeberg einen Strafwurf, welcher die Mainzer noch einmal wachrüttelte. In der letzten Minute stand ein 37:18 auf der Anzeigetafel. Kerstin Kündig setzte mit ihrem Tor den Schlusspunkt unter dieses Spiel, brachte den THC 20 Tore vor und stellte den 38:18 Endstand her.

FSV-Trainer Florian Bauer resümierte: "Mit der ersten Halbzeit können wir zufrieden sein. In der zweiten Halbzeit sind wir zusammengebrochen. Es ging für mich etwas zu hoch aus. Haben zu viele leichte Fehler gemacht. Versuchten uns so teuer wie möglich zu verkaufen. 35 Minuten hat das geklappt."

THC-Trainer Herbert Müller sagte: "38:18 ist ein fantastisches Ergebnis. Die Mannschaft hat meine Vorgaben umgesetzt. Das ich mit der Angriffsleistung in der ersten Halbzeit nicht zufrieden bin, ist klar. Wir haben es verpasst, entschlossen die Würfe zu nehmen. Je länger das Spiel gelaufen ist, umso besser sind wir ins Spiel gekommen. Ich muss heute Nina Neidhart loben."

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