02.03.2021 14:16 Uhr - 2. Bundesliga - PM Bremen, red

Von den "Minis" bis zur 2. Bundesliga: Werder Bremen-Urgestein Rabea Neßlage beendet Karriere

Nach 25 Jahren im Trikot des SV Werder Bremen beende Rabea Neßlage ihre Karriere.Nach 25 Jahren im Trikot des SV Werder Bremen beende Rabea Neßlage ihre Karriere.
Quelle: Hansepixx
Rabea Neßlage, Spielmacherin des Handball-Zweitligisten SV Werder Bremen, wird nach der laufenden Saison ihre Karriere beenden. "Ich habe mir diesen Schritt sehr gut überlegt", sagt die 30-Jährige Spielmacherin.

"Rabea ist ein zentraler Baustein der Mannschaft. Sie hat unsere Spielphilosophie hervorragend verinnerlicht und geht auf dem Spielfeld mit Ehrgeiz, Erfahrung und ihrer intelligenten Spielweise voran. Die Zusammenarbeit mit Rabea macht sehr viel Spaß. Ihr Karriereende ist ein großer Verlust für unsere Mannschaft", sagt Werder-Cheftrainer Robert Nijdam.

"Uns war allerdings immer klar, dass wir die Mannschaft in den nächsten Jahren in einigen Bereichen weiter verjüngen müssen und dem Team neue Impulse geben wollen. Daher sind wir auf diese Situation vorbereitet und werden versuchen, eine Nachfolgerin für Rabea zu finden, die ebenfalls zu unserer Philosophie passt", fügt er hinzu.

Rabea Neßlage begann bei den "Minis" des SV Werder mit dem Handball, durchlief anschließend alle Jugend-Mannschaften und wurde danach trotz ihres jungen Alters auf Anhieb Leistungsträgerin im damaligen Regionalliga-Team von Trainer Radek Lewicki. Im Jahr 2010 wechselte sie zum VfL Oldenburg und schaffte dort nach zwei Spielzeiten in der zweiten Mannschaft 2012 den Sprung in den Bundesliga-Kader. 2014 kehrte die gebürtige Bremerin zu den Grün-Weißen zurück und stieg 2015 mit dem Team in die 2. Bundesliga auf.

"Seit meiner Kindheit spielt der Handball eine große Rolle in meinem Leben, daher ist mir diese Entscheidung nicht leicht gefallen", gibt Rabea Neßlage, die an einer Bremer Schule als Lehrerin arbeitet, zu. "Dennoch bin ich überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um einen Schlussstrich zu ziehen und anderen Dingen in meinem Leben einen größeren Raum zu geben."



Auch wenn"die Arbeit mit Robert und unserer aktuellen Mannschaft richtig Spaß macht". In den kommenden Wochen will Rabea Neßlage die aktuelle Erfolgsserie mit ihrem Team weiter fortsetzen und schnell die nötigen Punkte für den angestrebten Klassenerhalt sichern. Dabei stehen die Chancen derzeit gut, dass sich die Spielmacherin am Saisonende mit der besten Platzierung der Grün-Weißen seit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga verabschieden kann.

"Wer Rabea kennt, weiß um ihre Leidenschaft für den Handball und den SV Werder. Daher gebührt ihr für diese Entscheidung allergrößter Respekt", sagt Martin Lange, Vorsitzender Handball der Grün-Weißen. "Sie hat vor 25 Jahren hier mit dem Handball begonnen und ist dem Verein mit einer kurzen Unterbrechung stets treu geblieben. Dabei hat Rabea den SV Werder nicht nur als herausragende Spielerin, sondern seit ihrer Jugend immer wieder auch als engagierte Trainerin stets vorbildlich repräsentiert. Wir hoffen sehr, dass sie uns auch in den nächsten Jahren erhalten bleibt und wieder eine Aufgabe in der Abteilung übernimmt."

Auch Neßlage unterstreicht, dass ihr Ende als aktive Spielerin nicht zwangsläufig den Abschied vom Handball beim SV Werder zu bedeuten hat: "Handball ist mein Sport, und Werder ist mein Verein. Aber nach so vielen Jahren im Leistungssport möchte ich die kommende Zeit nutzen, um mit ein bisschen Abstand meine Gedanken zu sortieren und mir zu überlegen, in welcher Form ich mich in Zukunft engagieren möchte."