03.03.2021 08:02 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

VfL Oldenburg muss gegen HSG Blomberg-Lippe "eine Schippe draufpacken"

Cara Hartstock spielte früher in OldenburgCara Hartstock spielte früher in Oldenburg
Quelle: HSG Blomberg-Lippe
Nur drei Tage nach der Auswärtsniederlage beim Thüringer HC steht für die Handballerinnen des VfL Oldenburg die nächste Bewährungsprobe in der Bundesliga auf dem Programm. Am Mittwoch, 19.30 Uhr, empfangen die Huntestädterinnen die HSG Blomberg-Lippe.

Für den VfL wartet somit die nächste große Hürde. "In Blomberg wird richtig gute Arbeit geleistet. Sie haben ihr eigenes Konzept entwickelt, gehen aufs Tempo und finden schnell den Abschluss", weiß Oldenburgs Trainer Niels Bötel.

Sein Team wird es somit insbesondere mit der schnellen ersten und zweiten Welle zu tun bekommen - und tat sich damit bereits im Hinspiel (27:35) schwer. "Es ist auf jeden Fall unangenehm gegen sie zu spielen, das schnelle Spiel kommt uns nicht unbedingt entgegen", sagt Bötel. "Es wird aber unsere Aufgabe sein, uns darauf einzustellen und eine Schippe draufzupacken."

Der Respekt ist auch bei den Blombergern groß. "Wir werden auf einen Gegner treffen, der immer über einen guten taktischen Plan verfügt. Mein Kollege Niels Bötel macht in Oldenburg einen super Job und holt immer das Optimum und mehr aus seiner Mannschaft heraus", lobt der HSG-Trainer den kommenden Gegner. Um trotzdem am Mittwochabend wieder mit einem Sieg im Gepäck die Heimfahrt anzutreten, sieht Birkner einiges an Verbesserungspotenzial im Vergleich zum Sonntag.

"Viel Zeit auszuruhen bleibt auch dieses Mal nicht", ist HSG-Trainer Steffen Birkner bewusst. "Wir haben am Montag nur ein leichtes Auslaufen gemacht, am Dienstag bereiten wir uns taktisch auf Oldenburg vor, morgen geht die Reise dann bereits wieder los", schildert Birkner, wie er und sein Team die Tage zwischen den Spielen nutzen. Der VfL Oldenburg bestritt am Wochenende lediglich eine Begegnung, unterlag am Sonntag nach starker Leistung dem Thüringer HC mit 22:27.

"Wir müssen unsere Effektivität wieder deutlich steigern und eine ganz andere Körperlichkeit an den Tag legen. Der VfL wird uns mit seinem variablen Angriffsspiel immer wieder vor große Aufgaben stellen, die es zu lösen gilt. Wir müssen hingegen wieder häufiger ins Tempospiel finden. Das Buchholz-Spiel hat uns gezeigt, dass wir bei jedem Spiel 110%-Leistung bringen müssen, physisch und psychisch. Wenn wir nicht alle auf diesem Level agieren, wird es schwierig", so Birkner weiter.

Wie man den Tabellendritten in Bedrängnis bringen kann, bewiesen am Sonntag die Handballluchse aus Rosengarten, die den Blomberginnen ein 28:28 abtrotzten. "Wenn wir es schaffen, sie ins Sechs-gegen-Sechs zu zwingen, bekommen sie Probleme", sagt Bötel. Somit komme es auch in der Offensive darauf an, gegen die aggressive und variable Deckung der HSG-Frauen, die am Mittwoch ihr drittes Spiel in fünf Tagen bestreiten werden, konzentriert zu bleiben. Bötel: "Wenn der Gegner den Ball zu schnell hergibt, haben sie mit ihrem Tempo Erfolg. Das müssen wir verhindern."

Während bei der HSG auch weiterhin Linksaußen Jenny Murer und Rückraum-Spielerin Myrthe Schoenaker fehlen, muss der VfL Oldenburg ebenfalls auf Leistungsträgerinnen verzichten. Neben der Langzeitverletzten Lina Genz fehlt den Oldenburgerinnen am Mittwochabend Kathrin Pichlmeier. Die ehemalige Blombergerin musste im Februar am Außenmeniskus operiert werden und wird ihrem Team wohl erst Ende März wieder zur Verfügung stehen.

Sportdeutschland.TV: Livestreams Handball Bundesliga Frauen