Der Modus der Jugendbundesliga Handball (JBLH)


Die männliche Jugendbundesliga soll am 26./27. September in die neue Saison starten. 25 Vereine qualifizierten sich direkt über die vergangenen Saison, die 15 noch offenen Tickets werden in den kommenden Wochen in den fünf Qualifikationsbereichen vergeben

Modus:

Die Vorrunde wird in vier Staffeln mit jeweils zehn Teams gespielt. Die besten vier Mannschaften jeder Staffeln qualifizieren sich nach einer einfachen Runde für die Meisterrunde, die anderen sechs Teams jeder Staffel spielen in der Pokalrunde.

In der Meisterrunde treten die Erst- bis Viertplatzierten jeder Vorrundenstaffel in zwei Gruppen gegeneinander an. Es wird eine Hin- und Rückrunde gespielt. Die besten vier Teams aus den beiden Gruppen qualifizieren sich für das Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft. Alle 16 Teilnehmer der Meisterrunde sind zudem automatisch für die kommende Spielzeit in der Jugend-Bundesliga qualifiziert.

In der Pokalrunde treten die Teams - zunächst in ihren Staffeln - in Hin- und Rückspiel gegeneinander an, die den Sprung in die Meisterrunde verpasst haben. Die ersten beiden Teams jeder Gruppe qualifizieren sich für das Viertelfinale der Pokalrunde.

Die 25 direkt qualifizierten Teams


Qualifiziert über die Meisterrunde (16):


Qualifiziert über die Pokalrunde (9):



* Die HSG Handball Lemgo erhielt als Dritter aufgrund einer Härtefallentscheidung des Jugendspielausschusses einen direkten Startplatz. Lemgo lag punktgleich mit dem THW Kiel, der direkte Vergleich ging 22:22 und 28:28 aus. Hintergrund für den Startplatz für Lemgo sei laut DHB-Vizepräsident Korte die "Knappheit und das Abschneiden der B-Jugend".

Wie läuft die Qualifikation ab?


Jeder Qualifikationsbereich hat für sich eine individuelle Lösung entworfen, wie die Startplätze verteilt werden. Meldeschluss ist der 13. September 2020.

Quali-Bereich 1


Regionen: Hamburg-Schleswig-Holstein / Ostsee-Spree
Anzahl der freien Startplätze: 2

Im Qualifikationsbereich 1 stehen Zeitplan, Modus und Teilnehmer bereits umfassend fest. Zwei Wochenende vor dem offiziellen Saisonstart, am 12./13. September 2020 soll eine eine Qualifikation ausgespielt werden - mit insgesamt fünf Mannschaften, die um zwei Plätze kämpfen.

Neben dem VfL Bad Schwartau (OL HH/SH) und dem LHC Cottbus (OL Ostsee-Spree) durfte jeder Landesverband einen Teilnehmer für die Qualifikation melden. Aus dem HV Schleswig-Holstein nimmt HKUF Harrislee teil, die Verbände aus Hamburg und Brandenburg verzichteten.

Der HV Mecklenburg-Vorpommern und der HV Berlin spielen in einer vorgeschalteten Qualifikation ihren Teilnehmer aus, welcher bis zum 07. September gemeldet werden muss. Aus Mecklenburg-Vorpommern wollen sich der HC Empor Rostock und die Mecklenburger Stiere Schwerin qualifizieren, aus Berlin melden der VfL Lichtenrade, die SG OSF Berlin und die SG NARVA Berlin Interesse an.

Quali-Bereich 2



Regionen: Niedersachen / Bremen / Mitteldeutscher HV
Anzahl der freien Startplätze: 3

Im Qualifikationsbereich 2 werden drei Tickets vergeben. Um ein Ticket kämpfen die HSG Delmenhorst (» #ZielJBLH: HSG Delmenhorst hofft auf Meilenstein in Vereinshistorie) und der VFL Horneburg in zwei Relegationsspielen.

Auch die NSG EHV/Nickelhütte Aue und der ThSV Eisenach (» #ZielJBLH: Talente des ThSV Eisenach hoch motiviert für Qualifikationsspiele) messen sich in Hin- und Rückspiel miteinander. Zudem haben Eintracht Hildesheim und der TSV Anderten (» #ZielJBLH: TSV Anderten wünscht sich eine sportliche Qualifikation)für die Jugendbundesliga gemeldet.

Quali-Bereich 3


Regionen: Westfalen / Niederrhein / Mittelrhein
Anzahl der freien Startplätze: 3

Auch der Qualifikationsbereich 3 hat drei Plätze zu vergeben. Die Bereiche Nordrhein und Westfalen erhalten jeweils einen Startplatz, den die Verbände in eigener Regie ermitteln. Der dritte Platz wird unter den Zweitplatzierten von Nordrhein und Westfalen in Hin- und Rückspiel vermitteln.

Im Nordrhein gibt es vier Vereine, die in die Jugendbundesliga wollen; die Qualifikation soll im Rahmen eines Turniers stattfinden. Der Bergische HC, der HSV Solingen-Gräfrath, der TuS Königsdorf und der HC Düsseldorf (» #ZielJBLH:HC Düsseldorf bereitet sich auf Qualifikation vor) kämpfen um ein direktes Ticket sowie den Relegationsplatz gegen Westfalen.

In Westfalen gibt es neun Bewerber für die Jugendbundesliga, weshalb der Landesverband die Qualifikation in zwei Stufen austrägt. Die TSG Altenhagen-Heepen, der TV Verl, der ASV Hamm-Westfalen, der Letmather TV, die SG Menden Sauerland Wölfe und die SGSH Dragons ermitteln in einer Vorrunde drei Mannschaften für die zweite Stufe.

Diese drei Teams treffen dann auf die JSG LIT, die JSG Hesselteich-Loxten und das HLZ Ahlen. In einer einfachen Spielrunde messen sich die sechs Kontrahenten miteinander. Der Erstplatzierte des Rankings erhält das direkte Ticket, der Zweitplatzierte trifft in der Relegation auf den Nordrhein-Vertreter. Gespielt werden soll die Qualifikation an zwei Wochenende nach den Sommerferien.

Quali-Bereich 4


Regionen: Hessen / Rheinland-Pfalz / Saar
Anzahl der freien Startplätze: 3

Ebenso wie in den Qualifikationsbereichen 2 und 3 darf der Qualifikationsbereich 4 drei Tickets verteilen. Die Bereiche Hessen und Rheinland-Pfalz/Saar erhalten jeweils einen direkten Platz, der 3. Platz wird in Hin- und Rückspiel zwischen den beiden Landesverbänden ermittelt.

In Hessen scheint sich eine Platzvergabe nach Setzliste abzuzeichnen - Profiteur wäre die TSG Münster (» #ZielJBLH:TSG Münster hofft mit eingespieltem Team auf erneute Qualifikation), die als Erster des Rankings den direkten Startplatz erhielte. Die HSG Hanau (» #ZielJBLH: HSG Hanau kämpft mit fehlender Planungssicherheit) auf dem zweiten Platz des Rankings müsste in die Relegation gegen den RPS-Vertreter.

Dort könnte der Drittliganachwuchs auf die HG Saarlouis (» #ZielJBLH: Planungen der HG Saarlouis "laufen ganz klar in Richtung Jugendbundesliga"), die TSG Friesenheim oder den TV Hochdorf treffen. Der RPS-Bereich will sein Ranking gerne sportlich entscheiden und hofft auf weitere Lockerungen, um die verbandsinterne Qualifikation mit den drei Teams spielen zu können.

Quali-Bereich 5


Regionen: Baden-Württemberg / Bayern
Anzahl der freien Startplätze: 4

Im Qualifikationsbereich 5 werden - anders als in den anderen Bereichen - alle Tickets über eine Rangliste vergeben. Jeder der beteiligten Landesverbände - Bayern, Württemberg, Südbaden und Baden - erhielt einen direkten Startplatz.

"Die Abstimmung über die Vergabe der Plätze sowie den Modus mit Vergabe der Plätze durch die Landesverbände anhand einer Rangliste wurde von allen vier Verbänden einstimmig getroffen", teilte Stefan Ermentraut, verantwortlich für den Qualifikationsbereich 5, auf Anfrage von handball-world mit.

In Südbaden geht der Platz einem Medienbericht zufolge an den TuS Helmlingen, in Bayern führt der HC Erlangen das Ranking an. Der Platz des HV Baden geht an die HG Oftersheim/Schwetzingen und im HV Württemberg erhalten voraussichtlich die Talente des TV Bittenfeld, der Nachwuchsabteilung des TVB Stuttgart, das begehrte Ticket (» #ZielJBLH: TV Bittenfeld freut sich auf die neue Saison).